Tips und Tricks für das Fotografieren auf Airshows

  • Das Objektiv sollte über eine große Brennweite (ab 300mm) und über einen schnellen Motor verfügen. Von Festbrennweiten halte ich nicht viel. Man hat zwar eine etwas bessere Qualität, aber auf der anderen Seite ist es wichtig, das man auch Brennweiten-mäßig mit dem Objekt mitgehen kann. Ein Optimum gerade bei gute Lichtverhältnissen stellt für mich das Canon EF 100-400 IS L dar.

  • Beim "Mitziehen" sollte man darauf achten, dass man erst auslöst, wenn sich das Fluggerät vor einem blauen Hintergrund befindet. Die Farben des Flugzeugs kommen so besser zur Geltung als vor einer weißen oder grauen Wolke. Bei grauen Regenhimmel sollte man sowieso lieber zuhause bleiben.

  • Um ein Flugzeug oder Formation in der vollen Tiefe scharf zu stellen (nicht nur am Fokuspunkt), setze ich meist die Blendenvorwahl ein und habe gute Erfahrungen mit Blende 8 bei Einzelmaschinen und Blende 10 bei Formationen gemacht. Diese Abblendung bewirkt nebenbei, das Flugzeuge mit drehenden Propellern oder Hubschrauber "lebendiger" ausehen.

  • Die heutigen Objektive erlauben selbst bei schlechtem Wetter noch scharfe "Mitzieher". Wenn dann noch ein Bildstabilisator integriert ist, kann man zumindest bei Airshows sein Stativ daheim lassen.

  • Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man noch eine kleine Leiter oder eine Fußbank mitnehmen. Dabei geht es nicht um die maximale Höhe. Ein paar Zentimeter mehr als das Restpublikum reichen aus. So wird man beim Aufnehmen von Tiefflügen oder Starts und Landungen nicht behindert und das Objektiv landet nicht im Gesicht des Nachbarn.

  • Problematisch könnte die eigene Kondition sein. Wer nicht mit Muskelpaketen ala Schwarzenecker bestückt ist, dem werden bei einer ganztägigen Airshow die Arme doch etwas lang. Das Dauergewichtheben mit 3 Kilo (Canon 10D + Batterieadapter + 100-400 EF IS L) fordern halt irgendwann seinen Tribut. Hinzu kommt, das man den ganzen Tag im Freien (Sonne) steht und man in der Regel keine Zeit zur Getränkebeschaffung hat.